internationale vwl (IVWL) in TÜBINGEN

Die Universität Tübingen hat als eine von wenigen deutschen Hochschulen das Fach „Internationale VWL“ in ihrem Fächerkanon. Der Studiengang stellt eine Kombination von einem Wirtschafts- und Sprachstudium dar. Die Ausbildung beinhaltet fundierte wirtschaftswissenschaftliche Inhalte (mit Abschluss Diplom) sowie eine intensive sprachliche wie auch landeskundliche Ausbildung.  

Herausragend am Angebot der Universität Tübingen ist, dass neben weit verbreiteten Weltwirtschaftssprachen wie Englisch, die schon als selbstverständlich gelten, auch Japanisch und Chinesisch angeboten werden.

Die intensive Sprachausbildung, die verhandlungssicheres Sprechen, Lesen und Schreiben zum Ziel hat, wird durch Kurse zur japanischen Gesellschaft, Politik, Geschichte und Kultur ergänzt. Den Studierenden sollen gründliche Kenntnisse in der von ihnen gewählten weltwirtschaftlichen Region vermittelt werden. Auslandsaufenthalte und Praktika sind elementare Bestandteile des Studiums. Ein mindestens zweimonatiges Berufspraktikum im Ausland gehört zum Standard-Programm. Das Studium hat den Umfang von zwei regulären Studiengängen und eine Regelstudienzeit von 9 Semestern. Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen vergibt die limitierten Studienplätze durch ein Auswahlverfahren.

Die wirtschaftliche Ausbildung
Die wirtschaftliche Ausbildung umfasst Veranstaltungen einer regulären VWL-Diplom-Ausbildung. Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät verfügt über eine spezielle Professur, die Vorlesungen für Internationale Volkswirte anbietet. So werden neben Grundlagenveranstaltungen wie „Internationale Arbeitsteilung“ oder „Entwicklungspolitik“ auch regionalspezifische Vorlesungen wie „Volkswirtschaften Ostasiens“ angeboten.

Die Sprachausbildung
Ziel der Sprachausbildung ist die sichere Beherrschung der Fremdsprache. Die umfassende Schulung besteht aus verschiedensten Kursen zu Grammatik, Wortschatz, Schriftzeichen und Konversation. Während des gesamten Studienverlaufs findet fast täglich ein Sprachkurs statt. Ausdrücklich wird von den Studierenden auch die sichere Beherrschung der Schriftsprache mit Tausenden von Schriftzeichen gefordert. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, wird zum Beispiel im Rahmen der japanischen Sprachausbildung eine wöchentliche schriftliche Prüfung durchgeführt. Zusätzlich finden am Ende jeden Semesters Abschlussprüfungen in allen Disziplinen statt.

Interkulturelle Qualifikation
Um hard skills mit soft skills zu vereinen, ist der Besuch von zahlreichen Veranstaltungen zu Geschichte und Gegenwart Japans (bzw. Chinas) sowie Veranstaltungen zu kulturellen Besonderheiten Pflichtbestandteil der Ausbildung. Viele Veranstaltungen werden von hochkarätigen Dozenten mit profunder Auslandserfahrung unterrichtet, die selbst Absolventen angesehener japanischer Universitäten wie die „Tôkyô University“ sind. Zusätzlich setzt die Universität Privatdozenten ein, die ihr unmittelbares Praxiswissen aus dem Berufsleben (wie z.B. die Leitung der Niederlassung einer deutschen Großbank in Japan) an die Studenten weitergeben können.

Auslandserfahrungen und Praktika
Teil des Studiums der „Internationalen VWL“ ist ein mehrmonatiges Praktikum in Japan oder China. Studienaufenthalte an den Partneruniversitäten fördern den sprachlichen und interkulturellen Austausch, so können bei einem Auslandsstudium von einem oder zwei Semestern die sprachlichen sowie kulturellen Kenntnisse Chinas oder Japans weiterentwickelt und vor Ort vervollständigt werden. Außerdem trägt dieser Studienaufenthalt im jeweiligen Ausland dazu bei, dass schon früh wichtige Erfahrungen im internationalen Bereich gemacht werden können.

Auswahl der Bewerber
Das attraktive Studienangebot hat sich herumgesprochen- so sind die wenigen Studienplätze grundsätzlich sehr hoch nachgefragt. Das Auswahlverfahren läuft direkt über die Universität Tübingen, die dann herausragende Kandidaten zu Auswahlgesprächen einlädt. Hierbei sind neben Abiturnoten auch außerschulisches Engagement, Auslandserfahrungen und das persönliche Auftreten ausschlaggebend.
Im Studiengang der Internationalen VWL wurden im Jahr 2004 lediglich 15% der Bewerber und Bewerberinnen zum Studium angenommen (mit 85 Studienplätzen eine höhere Kapazität als bei der IBWL).

Im Spiegel-Ranking (November 2004) belegen die Tübinger Volkswirte deutschlandweit den 1. Platz. Dieses hohe Lob ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich.

Schlüsselqualifikationen der Absolventen:
• Vollständige VWL-Ausbildung (Diplom)
• Fließende Beherrschung asiatischer Wirtschaftssprachen
• Umfangreiche Ausbildung in interkultureller Kommunikation

Die Besonderheit ist die Kombination dieser drei Fähigkeiten. So sind die Absolventen nicht nur in der Lage, wirtschaftliche Problemstellungen selbstständig zu lösen, sondern sie können sich auch ohne Sprachbarriere in ihrer asiatischen Wirtschaftssprache ausdrücken und angemessen verhalten. Studierende dieses Studienganges werden nicht nur den hohen Anforderungen eines „Doppelstudiums“ gerecht, sie bringen zusätzlich durch ihr Studium an zwei verschiedenen Fakultäten mit verschiedenen Inhalten eine enorme Flexibilität mit.

Das Internetportal „Eastudies.org“

Eastudies steht für Economics and Asian Studies. Eastudies.org wurde in Teamarbeit von Studierenden der Fächer IBWL und IVWL mit Fachsprache Japanisch und Chinesisch konzipiert. Neben der Präsentation unseres Studiengangs ist der wichtigste Inhalt des Internetportals ein umfangreiches Informationsangebot für asiatische Austauschstudenten: Ob Alltagsprobleme oder Fragen zur komplexen Studienordnung – wir möchten unsere Sprachqualifikation einsetzen um Studenten aus China und Japan beim Studium in Tübingen zu unterstützen. Wir bieten diese Informationen kostenlos und in vier Sprachen an: Japanisch, Chinesisch, Englisch und Deutsch. Die Datenbank wird ständig erweitert.

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